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Heartbeats.

 

 


Was jetzt kommt, ist ein bestimmt außerordentlich jämmerlicher Versuch, altbacken wird es klingen und naiv, vielleicht sogar komisch, pathetisch, geschwollen, albern, gefährlich ... Aber ich werde versuchen, mich über diese Dinge zu erheben und nicht peinlich zu sein. Ich meine es ja ernst und es ist mir irgendwie wichtig, dir etwas Schriftliches zu >>schenken<<, etwas, das dir bleiben wird von mir. (Wenn du bis jetzt noch nicht in Gelächter ausgebrochen bist, weiß ich auch nicht, aber egal.)

Verzeih, weil, das ist der erste Liebesbrief, den ich in meinem Leben verfasse ...

Also, jetzt habe ich mich für alles im Voraus schon gerechtfertigt und werde hoffentlich den Rest schreiben können, ohne mich dabei zu entschuldigen.

Schon klar, du kennst mich nicht und ich kenne dich genauso wenig, und trotzdem bin ich felsenfest davon überzeugt, dass du es bist, was auch immer es ist.

Einerseits wünsche ich mir wenig mehr, als dich wiederzusehen, am besten jetzt sofort oder meinetwegen auch morgen. Andererseits habe ich fast das Gefühl, ich würde dich lieber erst in ein paar Jahren wiedersehen, weil, das ist jetzt blöd, aber ich möchte dieses Etwas beschützen, nicht der Jugend aussetzen sozusagen.

Ich will einen Ring, ein Kind, ein Leben mit dir.

Ich will einen Kuss, ein Haus, die Welt von dir.

Ich kann mein Herz leider nur sehr schlecht für mich behalten und folglich weiß inzwischen ganz Kreuzberg (und darüber hinaus) von meinem Glück/Leid, und was ich mir im Gegenzug anhören muss, ist zum Beispiel, dass die zwei Tage im Theater ein völlig illusionäres Verhältnis hergeben oder dass du doch gar nicht mein Typ seist, und sie haben natürlich auch irgendwo recht.

Nur, ich träume von dir. Nicht jede Nacht, zwei- oder dreimal, aber es ist so.

Die Welt, von der ich träume, hat die Farbe von Himbeergelee und duftet nach Zitronensorbet.

Die Welt, in der ich träume, legt einen dämmrigdiffusen Schleier auf meine Augen.

Die Welt, in der ich lebe, duftet manchmal nach Kokosmakronen und an anderen Tagen nach stehengelassener Milch.

Ich will es dir schenken, weil, egal was du darüber denkst, was du tust - keine Ahnung -, ich daran glaube, dass es dir etwas geben wird. Irgendwas. Vielleicht eine Erinnerung an einen ersten Liebesbrief oder so.

Komm her, bevor du ins Ausland gehst, küss mich, und wenn nicht, wer weiß, vielleicht kannst du dich in zehn Jahren doch noch entschließen, mir einen Heiratsantrag zu machen. Ruf mich dann einfach an.

 
"Frühling und so", S. 278ff.

 

5.4.09 20:00
 


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